Kommt der neue Bestseller aus einem Klassenzimmer
Schüler am Leonardo da Vinci Gymnasium starten Buchprojekt
Neckargemünd. Wie viele Jugendliche können schon von sich sagen: „Ich habe ein Buch geschrieben“? In Neckargemünd sind es auf jeden Fall bald 27 mehr. Die achte Klasse des Leonardo da Vinci Gymnasiums hat zum neuen Schuljahr
ein spannendes Buchprojekt in Angriff genommen: Bis zu den Sommerferien werden die Jungs und Mädchen gemeinsam einen Roman schreiben – und auch auf den Markt bringen. Mit einem zweitägigen Workshop ging es nun los, unterstützt wurden die Schüler dabei von ihrem Deutschlehrer Sascha Wenski sowie der Autorin Carola Kupfer und Verleger Wolfgang Schröck-Schmidt.
Die beiden letztgenannten haben 2010 bereits ein ähnliches Buchprojekt realisiert, mit der siebten Klasse einer Regensburger Realschule. „Das ist damals sehr gut gelaufen, die erste Auflage war in einem halben Jahr verkauft“, so Schröck-Schmidt, der das Neckargemünder Gymnasium auf die Idee gebracht
hat: „Das Schöne an dem Projekt ist, dass es die Schüler nicht nur zum Lesen,
sondern auch zum Schreiben bringt.“ Deutschlehrer Sascha Wenski kennt noch
weitere Pluspunkte: „Die Klassengemeinschaft wird gefördert und auch die
Verbindung zum Ort gestärkt.“
Denn spielen wird der Roman der Achtklässler in Neckargemünd. Und zwar zur Zeit des Dritten Reiches, wie die beiden „Pressesprecher“ der Klasse, Jakob
Kaumanns und Valentin Egolf, erklären.
„Das Buch handelt von einer jüdischen Familie, die aus Mannheim flieht und bei
einer Familie in Neckargemünd Unterschlupf findet“, erzählt Valentin. „Es basiert
auf einer wahren Geschichte.“ Jakob deutet auf die große Wandtafel, auf der die Schüler heute den Erzählstrang der Geschichte entwickelt haben: „Hier
sieht man die einzelnen Kapitel, wo und zu welcher Zeit sie spielen, und was wir noch recherchieren müssen.“
Der rote Faden steht also schon mal. Und in den nächsten Wochen werden die
Achtklässler im Deutsch-, Geschichts und Kunstunterricht die nötigen Hintergrundinfos recherchieren, sich Buchtitel und Cover überlegen, in Arbeitsgruppen die Geschichte schreiben – und sogar selbst redigieren. „Das ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit“, betont Carola Kupfer, die der Klasse beim Schreiben mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch um das Marketing werden sich die Schüler selbst kümmern: „Sie lernen Lesungen abzuhalten und zu organisieren“, so Kupfer. „Im September soll das Buch dann in den Handel kommen.“
Und schon jetzt sind die Schüler mit Feuereifer bei der Sache. Was ihnen am bestengefällt?„Dass man viele eigene Ideen einbringen kann“, sagen Marc Hoffmann, Philipp Huxel und Dennis Schäfer. „Dass auch die anderen Fächer mit einbezogen werden“, findet derweil Elena Mildenberger. „Dass wir selbst Verantwortung für die einzelnen Schritte übernehmen“, sagt Nico Steinebrey. Und Patrick Fallenbacher meint: „Ich habe mir schon oft gewünscht
selbst ein Buch zu schreiben. Jetzt habe ich endlich die Gelegenheit!“
RNZ vom 14.3.2012
Zur Schülerseite: Buch Projekt
Schüler besingen chinesisch den Drachen
Wenn am Montag im Reich der Mitte das „Jahr des Drachens“ beginnt,
wird auch am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium gefeiert.
Von Ute Teubner
Neckargemünd. „Die Nachkommen des Drachens“ heißt das Lied, das die Schülerinnen und Schüler am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium zusammen singen. Voller Begeisterung – obgleich die Aussprache des Textes alles andere als leicht ist: Besagtes Gesangsstück ist nicht etwa eine unbekannte deutsche Volksweise, sondern ein in China überaus beliebtes Lied. Wei Holschuh, Chinesisch-Lehrerin an der Neckargemünder Privatschule der SRH, hat es mit ihren Schülern anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes einstudiert. Auf Chinesisch, versteht sich.
Jetzt am Montag beginnt im Reich der Mitte das „Jahr des Drachens“, das mit dem traditionellen Frühlingsfest gefeiert wird. Ein Jahr, das Gutes verspricht: „Der Drache symbolisiert für uns Chinesen Macht, Weisheit und Stärke. Er ist im Gegensatz zum deutschen Märchen zwar ein herrschendes, aber durchweg gutartiges Tier“, erklärt Wei Holschuh. Und: Die Farbe des Drachens ist Rot, „sie bringt Glück und vertreibt die bösen Mächte.“
Das wissen natürlich die Chinesischschüler am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium längst. Denn es liegt auf der Hand, dass Wei Holschuh mit ihnen bereits Traditionen und Bräuche rund um das bevorstehende chinesische Neujahrsfest besprochen hat. Klar, dass den Schülerinnen und Schülern daher auch bekannt ist, wer die besungenen „Nachkommen des Drachens“ sind: die Chinesen selbst nämlich betrachten sich einem alten Mythos zufolge als solche.
Rund 35 bis 40 Schüler belegen an dem momentan 150 Schüler zählenden SRH-Gymnasium im Schnitt das Fach Chinesisch, das hier 2006 erstmals als AG angeboten wurde. „Da es sich sehr schnell großer Beliebtheit erfreute, hat sich das Fach bei uns längst etabliert und wird in zwei Jahren sogar beim Abitur Premiere haben“, berichtet Schulleiter Ulrich Müller. Die seit 2007 bestehende Kooperation mit dem chinesischen Huijia-Gymnasium, einer Internatsschule in Peking, hat bereits zu vielen Freundschaften geführt. Alle zwei Jahre sind die Neckargemünder Schüler dort zu Gast; die chinesischen Austauschschüler kommen sogar jährlich an den Neckar.
Damit es bei den Treffen auch mit der Verständigung klappt, müssen Wei Holschuhs Schüler natürlich eifrig an der Aussprache feilen, die komplett von der Schrift getrennt zu erlernen ist. Doch auch das Pauken der chinesischen Schriftzeichen bleibt ihnen selbstverständlich nicht erspart. Derer gibt es insgesamt rund 50 000. So ist denn wohl beruhigend gemeint, wenn Wei Holschuh betont: „Um eine chinesische Zeitung lesen zu können, braucht man nur 3000 Schriftzeichen zu kennen!“
Die nächste Woche allerdings wird in den Neckargemünder Chinesischklassen sicherlich weniger gebüffelt, stattdessen mehr gefeiert werden: Sie steht eben ganz im Zeichen des neuen Jahres, des Drachens eben. Dann wird noch mehr gesungen, vielleicht auch gemeinsam gekocht. Und bei Wei Holschuh keimen dann die Heimatgefühle wieder auf: „Schön, dass ich diese in Gemeinschaft mit meinen Schülern ausleben kann“, sagt sie.
RNZ vom 21.01.12 Ute Teubner
Schöne Tradition für die neuen 5er
Schüler können Ihren Klassenbaum wachsen sehen
Jede neue 5er Klasse am Leonardo da Vinci Gymnasium der SRH Neckargemünd pflanzt gemeinsam im Schulgarten einen Klassenbaum.
Traditionell bereiteten die 6. Klässler zusammen mit ihrem Klassenlehrer Jan Körber die offizielle Begrüßungsfeier für die 15 neuen 5er vor.
Die zukünftigen Leonardo Schüler hörten zwei Klavierstücke von ihren Schulkameraden und sahen in einer Präsentation mit Bildern Highlights des vergangenen Schuljahres.
Die neuen 5er wie auch ihre Klassenlehrerin Stephanie Günther wurden einzeln von jeweils einem Schüler aus der sechsten Klasse begrüßt und bekamen gleichzeitig eine Karte mit einem persönlichen Wunsch überreicht.
Einer schönen Tradition am Leonardo da Vinci Gymnasium folgend pflanzten sie dann zusammen mit Biologielehrer Hajo Scheckeler einen Kirschbaum und hängten ihre Wunschkarten in die Äste.
So können die Schüler im Laufe ihrer Schulzeit Ihren Klassenbaum wachsen sehen.
Kontakt Marketing Presse
Stefan Albert
Tel: 06223 - 813017
E-Mail: stefan.albert@shs.srh.de
Elmar Kober
Tel: 06223 - 813025
E-Mail: elmar.kober@shs.srh.de





