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Heidelbergerinnen und Heidelberger schicken Satelliten ins All

(Heidelberg, 24.01.2007) Satellit der SRH Hochschule Heidelberg erforscht kosmische Schauer und ihren Einfluss auf den Klimawandel

Der Orkan Kyrill hat eindrücklich gezeigt, welche Folgen der Klimawandel haben kann. Um langfristige klimatische Veränderungen zu erforschen, gibt es auf dem Campus der SRH-Hochschule Heidelberg künftig einen direkten Draht ins All. Professorinnen und Professoren, Studierende und technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler, unter anderem vom Leonardo da Vinci Gymnasium, entwickeln und bauen gemeinsam einen Klein-Satelliten. „Mit HeidelSat können wir junge Menschen für technische und wissenschaftliche Berufe begeistern, um so dem Ingenieurmangel in Deutschland entgegenzuwirken“, erklärte Prof. Dr. Wolfram Hahn, Rektor der SRH-Hochschule Heidelberg, bei der Vorstellung des Projekts. Finanzielle und fachliche Unterstützung kommt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, vom Verband der Elektrotechnik und vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Die Projektkosten belaufen sich auf insgesamt 200.000 Euro, die über Fördergelder finanziert werden sollen. Weitere Sponsorinnen und Sponsoren sind willkommen.

„Wir versuchen kosmische Schauer zu erfassen, da kosmische Strahlen den Effekt haben, das Ozonloch zu vergrößern. Dieser Mechanismus ist noch nicht vollständig erforscht und soll durch unser Experiment weiter aufgeklärt werden“, beschreibt Prof. Dr. Achim Gottscheber, Leiter des Studiengangs Elektrotechnik an der SRH-Hochschule Heidelberg, die Mission. Eine große Aufgabe für ein kleines Flugobjekt: Nur 10 x 10 x 10 Zentimeter misst der Aluminiumwürfel, aus dem drei Funkantennen in verschiedene Richtungen ragen. HeidelSat besteht aus drei dieser Satelliten, die gemeinsam eine Formation bilden.

Im September 2009 sollen sie von dem kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur aus mit einer Trägerrakete huckepack ins All transportiert werden und für einige Jahre in 800 Kilometern Höhe ihre Runden um die Erde drehen. Alle 90 Minuten werden sie dann über Heidelberg fliegen, sodass die Bodenstation auf dem SRH-Campus die Forschungsdaten empfangen kann. Auf diese Daten freut sich das Institut für Meteorologie und Klimaforschung am Forschungszentrum Karlsruhe: Gemeinsam mit dem Team um Prof. Gottscheber wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dort mithilfe der Ergebnisse langfristige klimatische Veränderungen auf der Erde untersuchen.

 


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