Leonardo da Vinci GymnasiumLeonardo da Vinci Gymnasium

Knobelkurse für begabte Grundschüler: spielerisch rechnen und um die Ecke denken

Prima da Vinci - Mathematik

(Neckargemünd, 01.07.2009) „Schlau und schnell muss man sein“, sind sich Emil, Jahleel und Karl einig, „um die kniffligen Aufgaben, die eigentlich für Größere sind, im Matheknobelkurs zu lösen.“ Die drei aufgeweckten Zehnjährigen besuchen die vierte Klasse der Grundschule Neckargemünd und gehören zu den leistungsstarken Schülern im Fach Mathematik. Gemeinsam mit sechs weiteren Jungen und drei Mädchen aus den Parallelklassen wurden sie ausgewählt, um an einem Pilotprojekt des Centrums für Begabtenförderung am Leonardo da Vinci Gymnasium für Hochbegabte in Neckargemünd teilzunehmen. 
Erstmals bietet die Privatschule, die zum Bildungs- und Gesundheitsunternehmen SRH mit Sitz in Heidelberg gehört, ihr Begabtenförderprogramm für Primarschüler „Prima da Vinci“ nicht nur in den eigenen Räumen, sondern direkt an einer Grundschule in der Region an.

„Mit Förderangeboten wie diesem können wir den besonders begabten Dritt- oder Viertklässlern vor Ort Spaß am Experimentieren vermitteln und ihre Kreativität stimulieren“, erklärt der Leiter des Centrums und stellvertretende Schulleiter, Klaus-Dieter Neff. Seit Januar 2009 leitet Neff, der als Mathematiklehrer in besonderem Maße fachlich qualifiziert und mit dem neuesten Stand der Hochbegabtenpädagogik vertraut ist, nun die Arbeitsgruppe „Mathematik kreativ“ an der Grundschule Neckargemünd. Alle vierzehn Tage stehen am Nachmittag  Knobeleien, Spiele und Rätsel auf dem Programm. Die jungen Mathe-Asse vertiefen sich begeistert in die Denkspiele mit Würfeln, Zauberquadraten oder ähnlich anschaulichen Unterrichtsmaterialien. Um die Aufgaben zu „knacken“, darf in Gruppen oder alleine gearbeitet werden; es darf auch laut gedacht werden und jeder Vorschlag ist willkommen. In ungezwungener Atmosphäre können die Grundschüler mathematische Resultate durch eigenständiges Experimentieren spielerisch entdecken und verstehen.

Neben sprühender Begeisterung bei den teilnehmenden Mathe-Stars sieht Rektor Peter Wels in dem Begabten-Förderkurs eine zukunftsweisende Bereicherung des aktuellen Lehrplans seiner Grund- und Hauptschule, an die auch eine Werkrealschule angegliedert ist. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern zählt die „Ratekunst“ oder „Kunst des Vermutens“, die mit dem Fachbegriff „Stochastik“ beschrieben wird, im Bildungsplan für baden-württembergische Grundschulen bislang noch nicht explizit zu den im Mathematikunterricht vermittelten Kompetenzen. In den bundesweiten Vergleichsarbeiten im Fach Mathematik wird die Fähigkeit zu stochastischem Denken jedoch zunehmend vorausgesetzt. So wundert es nicht, dass die Teilnehmer des Knobelkurses bei der diesjährigen Vergleichsarbeit besonders gut abgeschnitten haben.
Daher würde der Schulleiter gerne auch weiterhin Förderprogramme, speziell im naturwissenschaftlichen Bereich, für die besonders Begabten unter seinen Grundschüler anbieten.
Die Verantwortlichen am Leonardo da Vinci Gymnasium sind erfreut über den erfolgreichen Verlauf des Projektes und denken darüber nach, auch mit anderen Grundschulen der Region zu kooperieren.

 

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