Beim „Home stay“ in die fremde Kultur geschnuppert
(Neckargemünd, 16.09.2008)
48 chinesische Schüler aus Peking besuchten ihre Gastgeber der Leonardo-da-Vinci-Schule diesmal für drei Tage zuhause
Paris, London, Neckargemünd, Brüssel hießen die Stationen, die die 48 chinesischen Schüler im Alter zwischen 10 und 11 Jahren auf ihrer Rundreise durch Europa unter anderem zu sehen bekamen. Neckargemünd reihte sich dabei unter die namhaften Metropolen ein, denn seit vergangenem Jahr, als die Partnerschaft der Leonardo da Vinci Schule für Hochbegabte mit der Huijia-Schule in Peking beschlossen wurde, ist die Beziehung weiter im Wachsen begriffen.
Schulleiter Ulrich Müller absolvierte inzwischen im vergangenen Oktober seinen Pekingbesuch und gewann vor Ort einen Eindruck. Das Besondere für die chinesischen Schüler am Aufenthalt in Neckargemünd war der „Home stay“, das Unterkommen in Familien. Denn im Gegensatz zu den Großstädten, in denen in Hotels übernachtet wird, hatte der Besuch bei der Partnerschule eine andere Qualität. Drei Tage lang gingen die chinesischen Kinder mit ihren deutschen Mitschülern ganz normal mit nach Hause und es bewahrheitete einmal mehr, dass sich Kinder hier wie dort ähneln mit all ihren Vorlieben und Abneigungen. Ziel war es, den Kindern einen Einblick in die Kultur zu vermitteln, und so soll es auch bei dem Gegenbesuch der Leonoardo-da-Vinci-Schüler vom 15. Oktober bis zum 4. November 2008 in Peking sein.
Ulrich Müller freute sich jedenfalls, dass alles ganz prima geklappt habe und dass man ganz familiär miteinander umgegangen sei. Das beinhaltete für eine Mutter auch einmal medizinische Hilfe zu leisten, als sich ein Gastkind nicht wohl fühlte, und Fieber beim Kranken zu messen. Sprachliche Barrieren verschwanden dabei ganz von selbst.
Nach zwei Stunden Unterricht war man mit den chinesischen Gästen am Abschiedstag aufgebrochen und hatte mit einem Fahrgastschiff Hirschhorn angesteuert. Beim Schloss wurde viel Fußball gespielt und beim Kicken lernten sich die Schüler näher kennen. Den Abschluss des Tages feierte man bei einem gemeinsamen Grillfest bei Steaks und Würstchen, die sich auch die chinesischen Kinder gerne auf die Teller luden. Die Gäste aus China hatten auch ein kleines Programm mit Liedern aus ihrer Heimat vorbereitet, das sie für ihre Gastgeber vortrugen.
Der SRH-Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus Hekking war gekommen ebenso wie die Geschäftsführerin der Schulen, Gertrud Hilser. Prof. Dr. Rüdiger Hauser, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord und gleichzeitig Vorsitzender des Kuratoriums des Leonardo da Vinci Gymnasiums konnte begrüßt werden. Er überreichte von der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord eine Spende in Höhe von 7000 Euro für das Leonardo da Vinci Gymnasium.
Wenn die Schülergruppe der Leonardo-da-Vinci-Schule den Gegenbesuch abstattet, wird man eine Woche zunächst in Shanghai bleiben, daran schließen sich zwei Wochen in der Huijia-Schule selbst an. Den Kontakt will man jedenfalls weiter ausbauen. Langfristig ist daran gedacht, etwa für die kommenden 11. und 12. Klassen einmal einen halbjährigen Aufenthalt in China zu ermöglichen. Die bei der Chinesisch unterrichtenden Lehrerin Wei Holschuh erworbenen Kenntnisse könnten dabei die erforderliche Vertiefung erfahren.


