Schülerkunstwerke vorm Arbeitsgericht

(Heidelberg, 04.04.2008) „Lust auf Kunst am Gericht“ – das kann zukünftig am Arbeitsgericht in Heidelberg passieren. Dort wurde am vergangenen Wochen-ende eine Ausstellung von Schülerkunst-werken der SRH Schulen aus Neckargemünd eröffnet.
Nicht nur auf den Gängen sondern auch in den Wartebereichen und sogar in den Sitzungssälen des Gerichts verschönern Bilder und Plastiken von Schülern der Stephen-Hawking-Schule und des Leonardo da Vinci Gymnasiums ab jetzt die Räumlichkeiten.
Die Vernissage eröffnete der Vizepräsident des Arbeitsgerichts Herr Lothar Jordan. In seiner sehr amüsanten und kurzweiligen Ansprache ging er auf die jungen Künstler, die Gäste und die Werke selbst ein. „Ich war von den Socken, welche tollen Kunstwerke in diesem Projekt “Experimentelle Schülerkunst“ die Schüler geschaffen haben“, brachte er seine Begeisterung zum Ausdruck. In einer kleinen Anekdote aus seiner eigenen Schulzeit bedauerte er, nicht selbst solche Möglichkeiten im Kunstunterricht gehabt zu haben.
„Ich musste mich auf Anweisung meiner Kunsterzieherin im Porträtieren üben und sollte unseren Religionslehrer zeichnen. Nachdem ich dies mit größten Bemühungen realisiert hatte, unterschrieb mein Lehrer die Zeichnung mit der Bemerkung“Matthäus 14,27“. Ich fragte, was das bedeuten soll und er antwortete mir – Ich bin es, fürchtet euch nicht.“
Unter der Leitung der Musiklehrer Les Mussell und Franziska Schuler umrahmten Schüler beider Schulen die Veranstaltung musikalisch – ihre musikalischen Darbietungen hatten sie hervorragend auf die Kunstwerke abgestimmt.
„Wir haben hier Schülerkunst ausgestellt, die im Unterricht entstanden ist. Obwohl man ein Thema stellt, entstehen sehr unterschiedliche Werke, da jedes Kind seine eigene Idee von dem Thema hat. Vorwiegend wählt man Themen aus, die der Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder entstammen. Manchmal allerdings lässt man sich auch einfach auf ein Experiment von Farben, Formen und Materialien ein, “ beschreib Tine Suske – einer der Lehrerinnen, die dieses Projekt begleiteten – die Kunstwerke.
Christiane Arnold und Susanne Rögler sind die beiden anderen Pädagoginnen, in deren Unterricht - Wahlpflichtfach Bildende Kunst – die tollen Arbeiten entstanden.
„Von unseren Schülern sind es cirka 20 Bilder überwiegend in Acryltechnik - gewalzte, gespritzte, gepinselte Bilder. Einige Bilder sind Papiercollagen, ein Stuhl durch Serviettentechnik gestaltet, eine Holzskulptur aus Treibholz. Viele Bilder sind eigene Schülerideen, die sie durch experimentelles Erfahren, gestalteten. Deshalb sind die Techniken auch so vielfältig, “ erläuterten sie die Werke ihrer Schüler.
Schülerkunstwerke im Arbeitsgericht auszustellen, geht auf die gemeinsame Initiative von Gertrud Hilser, Geschäftsführerin der SRH Schulen, und Vizepräsident Herr Lothar Jordan zurück.
„Ich bedanke mich zunächst bei Herr Jordan für dessen spontane Bereitschaft und Unterstützung, diese Idee zu realisieren“, eröffnete sie ihre kurze Dankesrede. Im Weiteren sprach sie selbstverständlich den jungen Künstlerinnen und Künstlern sowie deren Lehrerinnen ihre Anerkennung aus.
Nachdem sie allen an dieser Vernissage beteiligten Personen und allen Gäste ihren Dank ausgesprochen hatte, bat sie die Anwesenden zu einem kurzen Umtrunk bevor sie die Ausstellung offiziell eröffnete. Gertrud Hilser geleitet die Besucher dann zu den Räumen, wo die Kunstwerke ausgestellt sind, um diese zu bestaunen.
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Arbeitsgerichtes besichtigt werden und die Werke können über die Schülerfirma Jufis käuflich erworben werden – zahlreiche fanden gleich bei der Eröffnung ihre neuen Besitzer, verbleiben aber noch vor Ort bis zum Ende der Ausstellung.


